New York Times: Der Ukraine geht es im Krieg nicht mehr um Land, sondern um die Nato-Mitgliedschaft (2024)

Die New York Times hat einen Bericht veröffentlicht, der die aktuellen strategischen Ziele der Ukraine und der USA im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erklärt.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Text

  • Die Ukraine hat es geschafft, die russische Offensive der vergangenen Monate abzuwehren.
  • Russland müsste eine neue Mobilisierungswelle starten, um entscheidende Fortschritte machen zu können.
  • Die Unterstützung der USA und der EU der Ukraine mit Waffen und Munition zeigt Wirkung.
  • Die New York Times geht davon aus, dass weder Russland noch die Ukraine in der aktuellen Lage große Fortschritte machen können.
  • Für die Ukraine geht es aktuell im Krieg nicht mehr um Landgewinnung, sondern um eine konkrete Perspektive, der Nato und der EU beizutreten.
  • Je besser die Ukraine kämpft, desto höher sollen die Chancen sein, rasch in beide Bündnisse einzutreten.
  • Beim aktuellen Nato-Gipfel in Washington erwartet Selenskyj eine konkrete Beitrittsperspektive.
  • Die USA gehen nicht davon aus, dass die Ukraine ihr ganzes Territorium zurückgewinnen wird.
  • Die aktuelle US-Administration hat andere Pläne als Donald Trump. Trump will schnelle Verhandlungen, ukrainische Territorien abgeben und eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine verhindern, um einen schnellen Frieden herzustellen.
  • Die aktuelle US-Administration will dies nicht, sondern eine demokratische und pro-europäische Ukraine.
  • Die Situation auf dem Schlachtfeld kann sich dann ändern, wenn Russland neue Soldaten mobilisiert oder Trump zum Präsidenten ernannt wird.

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Hier die Ausführungen des New-York-Times-Textes

Es sei unwahrscheinlich, schreibt die New York Times, dass Russland in den kommenden Monaten nennenswerte Gebietsgewinne in der Ukraine erzielen wird. Die russischen Streitkräfte hätten Schwierigkeiten, die mit westlicher Munition verstärkten ukrainischen Verteidigungsanlagen zu durchbrechen, sagen US-Beamte laut der New York Times.

Im Frühjahr und Frühsommer versuchten laut New York Times die russischen Truppen, Gebiete außerhalb der Stadt Charkiw einzunehmen und einen erneuten Vorstoß in die Ostukraine zu unternehmen, um aus der Einnahme von Awdijiwka Kapital zu schlagen. Russland habe bei diesem Vorstoß Tausende von Opfern beklagen müssen, konnte aber kaum neue Gebiete erobern.

„Die Probleme Russlands stellen eine erhebliche Veränderung der Kriegsdynamik dar, die in den letzten Monaten Moskau begünstigt hatte. Die russischen Streitkräfte fügen den Ukrainern zwar weiterhin Schaden zu, aber ihre schrittweisen Vorstöße werden durch den Widerstand der Ukrainer gebremst“, schreibt die New York Times.

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Die Ukraine hofft, volles Nato-Mitglied zu werden. „Dieser letzte Punkt steht im Mittelpunkt des Krieges und ist sogar wichtiger als die Rückgewinnung von Land“, schreibt die Zeitung. „Während ukrainische Offizielle darauf bestehen, dass sie um ihr Land kämpfen, glauben immer mehr US-Beamte, dass es in dem Krieg in erster Linie um die Zukunft der Ukraine in der Nato und der Europäischen Union geht.“

Russland habe im ersten Jahr des Krieges die meisten pro-russischen Teile der Ukraine erobert. Amerikanische Beamte sagen laut New York Times insgeheim, dass es für die Ukraine nahezu unmöglich sein werde, ihr gesamtes Territorium zurückzuerobern, dass das Land aber auf einer stärkeren europäischen Integration bestehen kann, wenn es sich auf dem Schlachtfeld besser schlägt.

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Einige Beamte sind der Meinung, dass die Ukraine, auch wenn das Land sein Territorium nicht offiziell zurückerobert hat, dennoch als Sieger aus dem Krieg hervorgehen könnte, indem die Ukraine sich der Nato und Europa annähert. Amerikanische Beamte räumen ein, dass Russland erhebliche Fortschritte machen könnte, wenn das Land eine große strategische Veränderung vornimmt, z. B. durch die Ausweitung seines militärischen Einberufungs- und Ausbildungsprogramms.

Während des gesamten Krieges haben sich die US-Geheimdienste weitaus pessimistischer über die Aussichten der Ukraine geäußert als das Pentagon, dessen hochrangige Offiziere eng mit dem ukrainischen Militär zusammengearbeitet haben, um dessen Strategie zu entwickeln. Die Einschätzungen innerhalb der US-Regierung scheinen sich nun jedoch anzunähern, wenn es um die Aussichten Russlands auf dem Schlachtfeld geht. Mit elektronischen Bauteilen aus China, Drohnen aus dem Iran und Raketen und Artillerie aus Nordkorea hat sich Russland genügend Waffen gesichert, um seine Armee zu versorgen, so die New York Times. Aber es fehlt an genügend Personal, um einen bedeutenden Durchbruch zu erzielen.

Eric Ciaramella, ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, der jetzt als Experte für die Ukraine am Carnegie Endowment for International Peace zusammenarbeitet, sagte laut New York Times, es sei in den letzten 18 Monaten klar geworden, dass weder Russland noch die Ukraine die Fähigkeiten besitzen, die Kampflinien signifikant zu verändern.

Die Vereinigten Staaten, so Ciaramella, haben ihr strategisches Ziel immer als eine Ukraine definiert, die demokratisch, wohlhabend, europäisch und sicher ist. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten werden langfristige Investitionen tätigen müssen, um die Ukraine in die Lage zu versetzen, ihre Frontlinie zu halten, Russland zu zermürben und Schaden anzurichten, so Ciaramella und aktuelle US-Beamte. Falls Donald Trump Präsident werden sollte, wird es wahrscheinlich zu einem Strategiewechsel kommen. Trump will schnelle Verhandlungen, ukrainische Territorien abgeben und eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine verhindern, um einen schnellen Frieden herzustellen.

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